Leitsystem mit Hierarchie: primäre, sekundäre und tertiäre Schilder
Ein Leitsystem arbeitet mit mehreren Ebenen von Schildern, jede mit ihrer eigenen Aufgabe. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie primäre Schilder zur Kennzeichnung, sekundäre Wegweiser und tertiäre Bestätigungsschilder zu einem System verbinden.
Ein Schild an einer Tür ist noch kein Leitsystem. Dazu gehören mehrere Ebenen von Schildern, jede mit einer eigenen Aufgabe an einer bestimmten Stelle des Wegs. Bewährt hat sich die Einteilung in drei Ebenen: primäre Schilder kennzeichnen das Ziel, sekundäre zeigen die Richtung, tertiäre bestätigen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Zusammen führen sie von jedem Ausgangspunkt im Haus zu jedem Ziel.
Primäre Schilder: das Ziel kennzeichnen#
Primäre Schilder sind die bekannteste Form der Beschilderung im Pflegeheim: Türschilder, die sagen, was hinter der Tür liegt. Sie zeigen klar den Zweck des Raums (Toilette, Speisesaal, Schlafzimmer) und bei Bewohnerzimmern den Namen der Person. Sie hängen an oder direkt neben der Tür, die sie kennzeichnen, und zwar überall in derselben Höhe; wir rechnen mit etwa 1.200 mm vom Boden bis zur Mitte des Schilds, mehr dazu im Ratgeber Montagehöhen. Ein gutes primäres Schild hat ein realistisches Bild, kräftigen Kontrast und klare Schrift. Jede Tür, die Bewohnerinnen und Bewohner öffnen sollen, braucht ein primäres Schild. Türen, die sie nicht öffnen sollen, etwa Abstellräume oder Personalbereiche, bleiben ohne auffälliges Schild und sind möglichst in der Wandfarbe gehalten, damit sie kaum auffallen.
Empfohlene Produkte
Unsere Türschilder (228 x 228 mm) sind die primären Schilder Ihres Leitsystems: realistische Bilder im 3D-Strukturdruck, kräftiger Kontrast, klare Schrift, in Eiche, Nussbaum und sechs weiteren Farben. Personalisierte Türschilder mit Papiereinlage kennzeichnen jedes Bewohnerzimmer unverwechselbar.
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Sekundäre Schilder: die Richtung zeigen#
Sekundäre Schilder beantworten die Frage „Wohin?“ statt „Was ist das?“. Sie hängen an Flurabzweigungen, vor dem Aufzug und überall, wo man eine Richtung wählen muss. Ein sekundäres Schild nennt ein oder mehrere Ziele, zeigt einen Pfeil und meist ein Bild dazu. Nennen Sie auf einem Wegweiser nicht mehr als drei Ziele, damit er auf einen Blick lesbar bleibt, und wählen Sie die Ziele, die am häufigsten gesucht werden: Toilette, Speisesaal und die Wohnbereiche. Sekundäre Schilder verwenden dieselbe Gestaltung und dieselben Farben wie die primären. Mehr dazu unter Wegweiser und Abzweigungen.
Tertiäre Schilder: den Weg bestätigen#
Tertiäre Schilder sind die seltenste Ebene. Es sind kleine, einfache Schilder entlang des Wegs, die bestätigen, dass man richtig geht. Ein kleines Schild „Speisesaal“ mit Pfeil auf halber Strecke eines langen Flurs sagt: Sie sind auf dem richtigen Weg. Zu dieser Ebene gehören auch Kennzeichnungen von Wohnbereichen, Etagenhinweise und Übersichtspläne mit „Sie sind hier“. Sie bringen keine neue Information, sondern wiederholen, was primäre und sekundäre Schilder schon gesagt haben. Ihre Aufgabe ist Bestätigung, nicht Anweisung.
So setzen Sie die drei Ebenen um:
- Jede Tür im Haus erfassen und alle Räume, die Bewohnerinnen und Bewohner nutzen, mit einem primären Schild kennzeichnen
- Jeden Entscheidungspunkt (Abzweigung, Aufzugsvorraum, Treppenhaus) erfassen und dort einen Wegweiser anbringen
- Lange Flure und Wege finden, auf denen man unsicher werden kann, und dort Bestätigungsschilder ergänzen
- Auf allen drei Ebenen dieselben Farben, dieselbe Schrift, denselben Bildstil und dieselbe Montagehöhe verwenden
- Mit den meistgenutzten Wegen beginnen: Zimmer zur Toilette, Zimmer zum Speisesaal, Wohnzimmer zum Garten
- Die Beschilderung einmal im Jahr durchgehen und anpassen, wenn sich Räume oder Belegung ändern
Empfohlene Produkte
Unser Sortiment deckt alle drei Ebenen ab: Türschilder als primäre Kennzeichnung, Wegweiser und Fahnenschilder als Richtungsangabe an Abzweigungen, Türaufkleber als leichte Ergänzung entlang des Wegs. Alle Produkte folgen derselben Gestaltung.
Profi-Tipp
Testen Sie Ihr Leitsystem: Bitten Sie eine neue Mitarbeiterin oder einen Besucher, nur mithilfe der Schilder von einem beliebigen Bewohnerzimmer zum Speisesaal zu gehen. Gelingt das ohne Nachfragen, trägt die Beschilderung. Zögert die Person oder biegt falsch ab, haben Sie eine Lücke gefunden. Ergänzen Sie dort die passende Ebene.
Planen statt nachrüsten
Mit einer klaren Hierarchie sehen Sie, wo Schilder doppelt hängen und sich gegenseitig die Aufmerksamkeit nehmen, und wo an einem Entscheidungspunkt gar keines hängt. So bekommt jedes Schild seinen Platz.
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