Speisesaal im Pflegeheim: beschildern und gestalten
Die Mahlzeiten gehören zu den wichtigsten Ereignissen des Tages im Pflegeheim. Für Menschen mit Demenz kann es schwierig sein, den Speisesaal zu finden, zu erkennen, dass es Essenszeit ist, und sich am Tisch zurechtzufinden. Hier setzt die Gestaltung an: bei der Beschilderung des Wegs und beim Kontrast auf dem Tisch.
Beim Speisesaal stellen sich zwei Gestaltungsaufgaben, und sie könnten kaum verschiedener sein. Die erste ist der Weg dorthin: Der Speisesaal liegt oft nicht am selben Flur wie die Bewohnerzimmer und ist in vielen Häusern einer der am schlechtesten beschilderten Räume. Die zweite ist der Tisch: Ein weißer Teller auf einer weißen Tischdecke hat keinerlei Kontrast, eine cremefarbene Tasse auf einer cremefarbenen Untertasse ebenso wenig. Dieser Ratgeber behandelt beides, denn wer nur eines plant, hat erst die halbe Arbeit getan.
Den Speisesaal finden#
Liegt der Speisesaal nicht am Flur der Bewohnerzimmer, braucht der Weg eine Beschilderung als Weg: einen Wegweiser an jeder Flurkreuzung, ein gut sichtbares Türschild mit einem Bild von Gedeck oder Speisen und Fahnenschilder dort, wo man ein flaches Türschild vom Flur aus nicht sieht. Der Speisesaal sollte zu den am deutlichsten beschilderten Räumen des Hauses gehören. Beschildern Sie auch den Rückweg: Wer zum Speisesaal findet, aber nicht zurück ins eigene Zimmer, dem ist nur der halbe Weg beschildert.
Was die Umgebung rund um die Mahlzeit beitragen kann:
- Gut sichtbare Türschilder am Speisesaal mit realistischen Bildern von Essen oder einem gedeckten Tisch
- Wegweiser auf den Hauptwegen von den Bewohnerzimmern und Aufenthaltsräumen zum Speisesaal
- Hinweise vor der Mahlzeit, die man sieht oder riecht: Essensduft, sichtbares Tischdecken
- Hoher Farbkontrast zwischen Geschirr und Tisch, damit das Essen auf dem Teller gut zu sehen ist
- Einfarbige statt gemusterter Tischdecken, damit sich Speisen und Geschirr gut erkennen lassen
- Freie Sicht in den Speisesaal, damit man sieht, dass andere bereits essen
- Feste Essenszeiten, die durch Hinweise in der Umgebung begleitet werden, nicht nur durch Ansagen
Das Schild zu diesem Ratgeber
Türschild in Eiche – Speisesaal
Das quadratische Schild, das den Raum benennt, mit seinem Piktogramm. Es wird direkt an der Tür angebracht.
228 x 228 mmDSDC-1A-AkkreditierungVon Wayfinders auf Bestellung gefertigt
Sie wissen schon, was auf jedem Schild stehen soll? Schicken Sie uns die Liste über das Bestellformular.
Der Speisesaal selbst#
Im Speisesaal selbst geht es nicht mehr um Kontrast an der Wand, sondern um Kontrast auf dem Tisch. Der praktische Grundsatz: Jedes Element hebt sich von dem dahinter ab. Ein weißer Teller auf einer dunklen Tischplatte statt auf einem weißen Tischtuch, eine Tasse, die sich von ihrer Untertasse unterscheidet, Besteck, das sich vom Platzset abhebt. Weniger Hintergrundgeräusche, Tageslicht, wo es möglich ist, und eine wohnliche statt einer institutionellen Anordnung, also Tische für vier bis sechs Personen statt langer Reihen, gehören zur selben Entscheidung.
Profi-Tipp
Setzen Sie ein Bild von Essen oder einem gedeckten Tisch auf das Speisesaal-Schild, nicht nur das Wort „Speisesaal“. Bild und Wort zusammen bieten zwei Möglichkeiten, den Raum zu erkennen, das Wort allein nur eine.
Eine Entscheidung, drei Zuständige
Raum, Beschilderung und Geschirrkontrast gehören zusammen geplant. In vielen Häusern entscheiden darüber drei verschiedene Personen, etwa Haustechnik, Hauswirtschaft und Küche. Bringen Sie sie an einen Tisch, bevor Sie bestellen.
Empfohlene Produkte
Unsere Türschilder „Speisesaal“ verbinden das Wort mit einem kontrastreichen Bildzeichen, damit der Raum auf einen Blick als Speisesaal zu erkennen ist. Es gibt sie unter anderem in Eiche und Nussbaum, passend zu unseren übrigen Türschildern und Wegweisern: So kommen Türschild und Weg aus derselben Gestaltungslinie. Im Konfigurator stellen Sie sie zusammen.
Die Mahlzeit beginnt lange vor dem Teller. Wenn die Umgebung zeigt, wo der Speisesaal ist, wann gegessen wird und was auf dem Tisch steht, müssen Bewohnerinnen und Bewohner weniger erfragen und erraten. Planen Sie Weg, Schild und Tisch gemeinsam, und gehen Sie den Weg zum Speisesaal danach selbst einmal ab.
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