Blendung und Spiegelung vermeiden: Schilder richtig platzieren
Blendung kann auch ein gut gestaltetes Schild unlesbar machen. Dieser Ratgeber erklärt, wie Licht auf der Schildfläche zur Spiegelung wird, welche Lichtquellen im Pflegeheim dafür sorgen und wie Sie Schilder so platzieren, dass sie zu jeder Tageszeit lesbar bleiben.
Ein Schild kann bei Kontrast, Schrift und Bild alles richtig machen und trotzdem nicht gelesen werden, wenn es blendet. Blendung entsteht, wenn Licht aus einem Fenster oder einer Leuchte von der Schildfläche direkt ins Auge reflektiert wird und Schrift und Bild überstrahlt. Mit dem Alter wird das Auge empfindlicher für Blendung. Was für Mitarbeitende kaum stört, kann für eine ältere Bewohnerin das ganze Schild auslöschen.
Wie Licht auf Schildern zur Blendung wird#
Blendung auf Schildern ist meist gerichtete Spiegelung: Licht trifft auf eine glatte Fläche und wird im gleichen Winkel zurückgeworfen. Im Pflegeheim kommen drei Quellen in Frage. Flächige Deckenleuchten legen einen breiten Lichtschleier auf Schilder an den Flurwänden. Downlights und Spots erzeugen helle Punkte. Fenster sorgen für Spiegelungen, die mit dem Sonnenstand über den Tag wandern. Wer diese Muster kennt, kann Schilder gezielt dort anbringen, wo sie nicht blenden.
Auch DIN 32975:2009-12, die deutsche Norm zur Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum, betrachtet Kontrast und Beleuchtung nicht getrennt: Ob eine Information wahrgenommen wird, hängt nach der Norm von Leuchtdichtekontrast, Beleuchtung, Zeichengröße und Beobachtungsentfernung zusammen ab. Was die Norm im Einzelnen vorgibt, fasst der Ratgeber Beschilderung im Pflegeheim nach DIN 18040 und DIN 32975 zusammen.
So vermeiden Sie Blendung auf Schildern:
- Matte oder seidenmatte Oberflächen wählen; glänzende Flächen spiegeln deutlich stärker.
- Schilder nicht direkt unter eine Deckenleuchte setzen, wo der Einfallswinkel des Lichts dem Blickwinkel entspricht.
- Schilder an Wänden anbringen, die rechtwinklig zur Fensterwand stehen, nicht an der Wand gegenüber dem Fenster.
- Downlights und Spots so ausrichten, dass sie die Schildfläche gleichmäßig und nicht punktuell anstrahlen.
- Wo eine Leuchte am Schild stört, eine gleichmäßig streuende Leuchte in Betracht ziehen.
- Schilder nicht laminieren: Die Folie bildet eine glänzende Schicht, die mehr spiegelt.
Profi-Tipp
Prüfen Sie zu der Tageszeit, zu der das Licht am ungünstigsten fällt. Gehen Sie den Flur in der Augenhöhe der Bewohnerinnen und Bewohner ab, die oft kleiner sind als die Mitarbeitenden der Haustechnik, und schauen Sie aus zwei bis drei Metern auf jedes Schild. Sehen Sie einen hellen Reflex auf der Fläche, ändern Sie Ort oder Licht.
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Nicht nach eigenem Augenschein urteilen#
Die Blendempfindlichkeit nimmt mit dem Alter zu, eine Linsentrübung verstärkt sie weiter. Wer das Schild montiert, ist deshalb nicht die richtige Person, um die Blendung zu beurteilen: Ein Schild, das für jemanden mit vierzig Jahren blendfrei wirkt, kann für eine 85-Jährige an derselben Stelle unlesbar sein. Prüfen Sie Oberfläche und Lage des Schilds deshalb gegen die tatsächlichen Lichtquellen im Flur, nicht nur nach Gefühl.
Für die Ausschreibung
Verlangen Sie eine matte oder seidenmatte Oberfläche und prüfen Sie Kontrast und Spiegelung am späteren Montageort, bei Tageslicht und bei Kunstlicht.
Empfohlene Produkte
Unsere Schilder bestehen aus 5 mm massivem weißem Acryl mit seidenmatter Oberfläche und erhabenem 3D-Strukturdruck, der Spiegelungen auf der Fläche zusätzlich bricht. Sie sind in acht Farben erhältlich, von Eiche und Nussbaum bis Heidelila.
Blendung lässt sich lösen: mit matter Oberfläche, einem Montageort abseits direkter Lichtquellen und einer Prüfung aus dem Blickwinkel der Bewohnerinnen und Bewohner. Wie hoch Schilder hängen sollten, lesen Sie im Ratgeber Montagehöhen.
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