Aufzugsvorräume und Treppenhäuser im Pflegeheim beschildern
Wie Sie Aufzugsvorräume und Treppenhäuser so beschildern, dass Bewohnerinnen und Bewohner beim Wechsel zwischen den Etagen erkennen, wo sie angekommen sind.
In einem Pflegeheim mit mehreren Etagen stellen Aufzugsvorräume und Treppenhäuser eigene Anforderungen an die Orientierung. Wer mit dem Aufzug fährt, sieht unterwegs nichts von der Strecke: Die Tür schließt auf einer Etage und öffnet sich auf einer anderen, die oft genauso aussieht. Für Menschen mit Demenz ist dieser Moment besonders schwer zu deuten, vor allem dort, wo die Etagen unterschiedliche Aufgaben haben oder verschiedene Wohnbereiche beherbergen.
Die Etage sofort erkennbar machen#
Wer aus dem Aufzug tritt, braucht sofort die Antwort auf die Frage: Wo bin ich? Das gilt besonders, wenn Bewohnerinnen und Bewohner auf einer Etage wohnen, aber auf einer anderen essen oder an Aktivitäten teilnehmen. Ein großes, gut sichtbares Etagenschild sollte das Erste sein, was man sieht, wenn sich die Aufzugstür öffnet. Darauf gehören die Etagennummer, die Farbe, die auch den Flur dieser Etage kennzeichnet, und eine kurze Liste der wichtigsten Ziele auf dieser Ebene.
Was in den Aufzugsvorraum und ins Treppenhaus gehört:
- Große Etagenschilder, die direkt beim Verlassen des Aufzugs zu sehen sind
- Eine Etagenfarbe, die zum Farbkonzept des Flurs auf derselben Ebene passt
- Wegweiser zu den wichtigsten Zielen der Etage, etwa Speisesaal, Wohnzimmer und Toilette
- Ein Übersichtsplan mit „Sie sind hier“-Markierung in jedem Aufzugsvorraum
- Auf jedem Treppenabsatz ein Schild mit der aktuellen Etage und der Gehrichtung
- Die Sicherheitskennzeichnung der Flucht- und Rettungswege, unverändert und gut sichtbar
Profi-Tipp
Geben Sie jeder Etage eine eigene Farbe und ziehen Sie sie durch Aufzugsvorraum, Flurwände und Türschilder. Wer „die blaue Etage“ mit dem eigenen Zimmer und „die grüne Etage“ mit dem Speisesaal verbindet, hat einen Hinweis, der auch dann trägt, wenn Text schwer zu lesen ist.
Das Schild zu diesem Ratgeber
Türschild in Eiche – Aufzug
Das quadratische Schild, das den Raum benennt, mit seinem Piktogramm. Es wird direkt an der Tür angebracht.
228 x 228 mmDSDC-1A-AkkreditierungVon Wayfinders auf Bestellung gefertigt
Sie wissen schon, was auf jedem Schild stehen soll? Schicken Sie uns die Liste über das Bestellformular.
Was gehört in die Aufzugskabine?#
Im Aufzug (in Österreich und der Schweiz meist „Lift“) gilt: einfach halten. Eine gut lesbare Anzeige der aktuellen Etage und der Fahrtrichtung hilft, sich während der Fahrt zu orientieren. Die Tasten sollten groß, mit Abstand angeordnet und mit Zahl und Etagenfarbe beschriftet sein, passend zur Etagenkennzeichnung draußen. Wenn es die Anlage zulässt, sprechen Sie mit der Firma, die Ihren Aufzug wartet, über ein zusätzliches, tiefer angebrachtes Tableau mit größeren Tasten, das auch aus dem Rollstuhl gut erreichbar ist.
Empfohlene Produkte
Unsere Türschilder (228 x 228 mm) und Wegweiser (500 x 105 mm) eignen sich für Aufzugsvorräume und Treppenabsätze: 5 mm massives weißes Acryl mit erhabenem 3D-Strukturdruck, kräftige Zahlen und Pfeile. Mit den acht Farben, etwa Heidelila, Viridiangrün oder Carolinablau, lässt sich jeder Etage ihre eigene Farbe zuordnen.
Beschilderung im Treppenhaus#
Im Treppenhaus treffen Orientierung und Brandschutz aufeinander. Jeder Absatz sollte die aktuelle Etage deutlich zeigen, dazu Wegweiser zu dem, was auf dieser Ebene erreichbar ist. Die Sicherheitskennzeichnung der Flucht- und Rettungswege ist nicht Teil des Orientierungssystems: Sie folgt den Brandschutzvorgaben für Ihr Haus und wird mit den Verantwortlichen für den Brandschutz in Ihrem Haus abgestimmt, nicht mit dem Schildlieferanten. Ist ein Treppenhaus zugangsgesichert, sollte ein Schild die Einschränkung erklären und den Weg zum Aufzug zeigen.
Gesicherte Treppenhaustüren
Viele Häuser sichern Treppenhäuser mit Code oder Magnetschloss. Ein Schild, das die Sperre erklärt, und ein Wegweiser zum nächsten Aufzug sorgen dafür, dass jemand an einer verschlossenen Tür erfährt, wo es weitergeht, statt in einer Sackgasse zu stehen. Ob und wie eine Tür gesichert wird, entscheiden Leitung und Team; mehr dazu in unserem Ratgeber zu Ausgängen, Grenzen und Rundwegen.
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