Persönliche Räume gestalten: Zimmertüren und Erinnerungsvitrinen
Das Zimmer im Pflegeheim ist für viele Menschen mit Demenz der letzte eigene, private Raum. Ein Schild mit ihrem Namen, vertraute Fotos und Gegenstände machen aus einer Tür im Flur den Eingang zu ihrem Zuhause.
Personalisierung ist ein Grundgedanke der personenzentrierten Pflege, wie sie Tom Kitwood beschrieben und die Bradford Dementia Group weiterentwickelt hat. Sie betrifft nicht nur den Umgang mit den Menschen, sondern auch die räumliche Umgebung. An der Zimmertür läuft sie auf zwei praktische Fragen hinaus: Welcher Name steht auf dem Schild, und welches Bild kommt daneben? Beides entscheiden die Bewohnerin oder der Bewohner und die Familie, nicht der Schilderlieferant. Deshalb lohnt es sich, beides schriftlich festzuhalten, bevor bestellt wird.
Warum sind vertraute Bilder an der Zimmertür bei Demenz wichtig?#
Demenz betrifft, gerade in frühen und mittleren Phasen, das Kurzzeitgedächtnis weit stärker als das Langzeitgedächtnis. Eine Bewohnerin weiß vielleicht nicht mehr, dass sie vor einem halben Jahr eingezogen ist, erkennt aber womöglich das Foto ihrer Hochzeit, ihrer Enkel oder ihres früheren Hauses. Finden sich solche vertrauten Dinge an der Zimmertür, auf dem Schild, in einer Vitrine oder als Foto, sieht sie dort etwas, das sie kennt, und das Zimmer wird als ihres erkennbar.
Wege, das Zimmer persönlich zu gestalten:
- Ein Türschild mit dem Namen, mit dem die Person angesprochen werden möchte (nicht unbedingt dem amtlichen)
- Ein vertrautes Foto aus ihrem Leben an oder neben der Zimmertür
- Eine Erinnerungsvitrine vor dem Zimmer mit Dingen, die von ihren Interessen und ihrer Geschichte erzählen
- Eine Schildfarbe oder -ausführung, die sie nach Möglichkeit mit ausgesucht hat
- Im Zimmer selbst vertraute Möbel, Bettwäsche oder Gegenstände von zu Hause
- Angehörige, die bei der Auswahl von Fotos und Gegenständen mitwirken
Das Schild zu diesem Ratgeber
Personalisiertes Türschild in Eiche
Eines pro Zimmer. Eine Papiereinlage hinter der Frontplatte zeigt Namen und Foto der Bewohnerin oder des Bewohners; Sie tauschen sie selbst aus, wenn jemand Neues einzieht.
228 x 228 mmDSDC-1A-AkkreditierungVon Wayfinders auf Bestellung gefertigt
Sie wissen schon, was auf jedem Schild stehen soll? Schicken Sie uns die Liste über das Bestellformular.
Was für persönliche Zimmertüren spricht#
Die Gestaltungsempfehlungen des Dementia Services Development Centre (DSDC) an der Universität Stirling nennen persönliche Kennzeichen an der Zimmertür als Teil eines demenzgerechten Bewohnerzimmers. Der praktische Grund ist einfach: Eine Zimmernummer ist eine Information, die man im Kopf behalten muss. Ein Name mit einem vertrauten Bild ist eine Information, die die Tür für einen trägt.
Profi-Tipp
Bitten Sie die Familie beim Einzug um drei Dinge: ein Foto für das Türschild, einen kleinen Gegenstand für die Vitrine und eine Notiz, wie die Person angesprochen werden möchte. Damit lässt sich ein unpersönliches Zimmer schon am Einzugstag als ihres kennzeichnen.
Der erste Eindruck
Eine persönlich gestaltete Zimmertür ist oft das Erste, was Angehörige bei einem Besuch sehen. Sie zeigt, dass das Haus den Menschen sieht, den sie besuchen, und nicht eine Zimmernummer.
Empfohlene Produkte
Unsere personalisierten Türschilder verbinden den gewählten Namen mit einem persönlichen Foto auf einer Papiereinlage, in derselben Gestaltung wie unsere übrigen Türschilder. In den Farben Eiche und Nussbaum erhältlich, dienen sie an jeder Zimmertür zugleich der Orientierung und der persönlichen Kennzeichnung.
Die persönlich gestaltete Zimmertür ist der günstigste Posten eines Beschilderungskonzepts und der, den Angehörige zuerst bemerken. Sie braucht ein Schild pro Zimmer, einen Namen und ein Bild statt einer Begehung, und sie ist der einzige Teil des Gebäudes, der von einem bestimmten Menschen erzählt statt von einem bestimmten Raum. Wie Sie die Bilder auswählen, lesen Sie im Ratgeber Erinnerung und persönliche Bilder.
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