Einheitliche Beschilderung: wie ein Pflegeheim vorhersehbar wird
Ein Haus, in dem jedes Schild gleich aussieht, an derselben Stelle hängt und gleich formuliert ist, lässt sich lernen. Dieser Artikel zeigt, wo ein Gebäude keine Information mehr gibt und welche Entscheidungen ein Schildersystem einheitlich machen.
Wer nicht erkennt, wo er ist, vertraute Räume nicht findet und nicht absehen kann, was hinter der nächsten Ecke liegt, ist auf Hinweise aus der Umgebung angewiesen. Für Menschen mit Demenz gilt das in besonderem Maß. Die Beschilderung ist deshalb kein Nebenthema der Gestaltung, sondern einer der direktesten Wege, ein Haus verständlich zu machen.
Wo ein Gebäude keine Information mehr gibt#
In jedem Pflegeheim gibt es Stellen, an denen das Gebäude schlicht nichts mehr sagt. Ein langer, gleichförmiger Flur verrät nicht, wohin er führt. Gleiche Türen bieten keinen Anhaltspunkt, um einen Raum vom anderen zu unterscheiden. Eine Abzweigung ohne Wegweiser verlangt eine Entscheidung und liefert nichts, um sie zu treffen. Jede dieser Stellen ist ein Punkt im Grundriss, und für jede gibt es eine Antwort mit Schildern. Die Liste stellt sie gegenüber.
Wo das Gebäude schweigt und was dort hingehört:
- Gleiche Türen: farblich unterschiedene oder personalisierte Türschilder, damit jede Tür unverwechselbar wird
- Gleichförmige Flure: Wegweiser und in Abständen ein Orientierungspunkt entlang des Weges
- Nicht gekennzeichnete Toiletten: kontrastreiche Toilettenschilder mit realistischem Bild, schon beim Herangehen sichtbar
- Unklare Gemeinschaftsräume: Raumschilder, die sagen, wofür der Raum da ist
- Ein Haus, das Stück für Stück beschildert wurde: eine einheitliche Gestaltung auf allen Etagen, damit man das System einmal lernt
- Wenig Licht nach Einbruch der Dunkelheit: Schilder dort, wo die Nachtbeleuchtung sie trifft (Orientierung bei Nacht)
Kostenlose Sofort-Schätzung
Was kostet eine komplette Beschilderung?
Beschreiben Sie Ihre Einrichtung und erhalten Sie sofort einen Budgetrahmen für eine vollständige demenzgerechte Beschilderung.
Warum Einheitlichkeit mehr zählt als das einzelne gute Schild#
Eine gut beschilderte Umgebung ist vor allem eines: vorhersehbar. Sind Schilder in Gestaltung, Platzierung und Wortwahl einheitlich, entsteht eine Bildsprache, die Bewohnerinnen und Bewohner lernen und auf die sie sich verlassen können. Auch wenn die Demenz fortschreitet, hilft diese Einheitlichkeit beim Wiedererkennen. Wer das Wort „Wohnzimmer“ nicht mehr liest, erkennt womöglich noch das Schild, das immer an der Wohnzimmertür hängt. Praktisch heißt das: eine Gestaltungsfamilie, eine Montagehöhe, eine Schreibweise für jeden Raumnamen. Und der Versuchung widerstehen, später ein anderes, vermeintlich besseres Schild dazuzuhängen.
Profi-Tipp
Führen Sie neue Schilder schrittweise ein, Bereich für Bereich, beginnend mit den meistgenutzten Wegen. Bitten Sie die Mitarbeitenden, Bewohner auf die neuen Schilder hinzuweisen, damit die Veränderung nicht unbemerkt bleibt.
Schilder, die über Jahre einzeln von verschiedenen Personen angebracht werden, ergeben ein Haus ohne System. Wenn Sie in Abschnitten erneuern, legen Sie zuerst Gestaltung und Montagehöhe fest und halten Sie beides in jedem Abschnitt ein, auch wenn eine neuere Variante besser aussieht.
Empfohlene Produkte
Unsere Türschilder, Wegweiser und Fahnenschilder stammen aus einer Gestaltungsfamilie und bilden so ein einheitliches Leitsystem. In Eiche, Nussbaum und weiteren abgestimmten Farben wie Carolinablau lassen sie sich als eine Familie für das ganze Haus planen, am einfachsten im Konfigurator.
Ein vorhersehbares Haus ist keine Kosmetik. Es macht den Unterschied zwischen einer Bewohnerin, die ablesen kann, wo sie ist, und einer, die fragen muss. Jedes Schild, das die Frage beantwortet, die sich gerade stellt, erledigt dieselbe kleine Aufgabe, Dutzende Male am Tag. Der Wert des Systems liegt darin, dass es immer auf dieselbe Weise antwortet.
Kostenlose Sofort-Schätzung
Was kostet eine komplette Beschilderung?
Beschreiben Sie Ihre Einrichtung und erhalten Sie sofort einen Budgetrahmen für eine vollständige demenzgerechte Beschilderung.
Zum KostenrechnerÄhnliche Artikel
Ein Pflegeheim, das sich lesen lässt: Licht, Farbe, Akustik und Schilder zusammen planen
Beschilderung ist eine Ebene der Umgebung im Pflegeheim. Dieser Artikel zeigt, was die anderen Ebenen beitragen, Licht, Farbe, Akustik und wohnliche Ausstattung, und wie Sie sie so planen, dass sie mit den Schildern zusammenarbeiten statt gegen sie.
LesenPersonzentrierte Pflege und Beschilderung: Ein Haus, das Bewohner selbst lesen können
Personzentrierte Pflege stellt den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt. Die Beschilderung ist der Teil des Gebäudes, den Bewohner selbst lesen können: welcher Raum das ist, wo der nächste liegt und wessen Tür das ist.
LesenOrientierung bei Nacht: Beschilderung, die auch im Dunkeln lesbar ist
Nachts ist das Licht gedämpft, und viele Schilder, die tagsüber gut lesbar sind, verschwinden. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Schilder dort platzieren, wo Licht fällt, und wie Sie den Weg vom Bett zur Toilette im Dunkeln prüfen.
LesenOrientierung im Pflegeheim: Details, die Räume auffindbar machen
Ob ein Raum im Pflegeheim gefunden wird, hängt selten an der Architektur allein, sondern an einer kurzen Liste von Details: Sackgassen ohne Hinweis, Abzweige ohne Schild, gleich aussehende Türen, Blendung, Lärm und Aushänge, die mit dem Raumnamen konkurrieren. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie sie finden und beheben.
Lesen














